Veranstaltungen des Netzwerk Wissen und Wirtschaft

Arbeitstreffen des Netzwerks im Sommersemester 2022

Im kommenden Semester wird es zwei Treffen des Netzwerks via Zoom geben, an denen work in progress zum Thema Wissen und Wirtschafts diskutiert wird.

20.06.2022 um 13 Uhr: Ricardo Neuner (Universität Konstanz)
20.06.2022 um 13 Uhr: Andreas Lingg (Universität Witten/Herdecke)

Die Titel werden zeitnah bekannt gegeben und ein kurzer Text wird etwa eine Woche vor dem Treffen zirkuliert. Eine Anmeldung für die Arbeitstreffen ist per Email an Verena Halsmayer (verena.halsmayer@unilu.ch) möglich.

Ringvorlesung: Wirtschaftswachstum, Wachstumskritik und (Post-)Wachstumsgesellschaft vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart

An der Universität Bern findet von Ende Februar bis Ende Mai 2022 eine Ringvorlesug statt, in der geschichtswissenschaftliche, soziologische und ökonomische Perspektiven auf Fragen des Wirtschaftswachstums und der Wachstumskritik beleuchtet werden. Weitere Informationen zu den Vorträgen sowie den Teilnahmebedingungen finden Sie auf der Seite der Universität Bern.

Online-Lektüreseminar “Wissens- und Wissenschaftsgeschichte des Wohlfahrtsstaates”

im Rahmen der gemeinsamen Jahrestagung der Gesellschaft für Geschichte der Wissenschaften, Medizin und Technik (GWMT) und der Gesellschaft für Technikgeschichte (GTG) 2021

organisiert von Verena Halsmayer (Konstanz/Luzern), Eric Hounshell (Luzern), Monika Wulz (Luzern)

Skalen und Normen sind essenzieller Bestandteil von Wohlfahrtssystemen. Wer welche Zuwendungen, Sicherheiten und Rechte erhält und wer ausgeschlossen ist, hängt neben Zuteilungslogiken und Privatisierungsentscheidungen nicht zuletzt von der Durchsetzung bestimmter Grenzwerte und Maßstäbe ab. Im Lektüreseminar interessieren wir uns für jene sozial- und naturwissenschaftlichen, bürokratischen und administrativen Wissensformen, die die Erschließung und Gestaltung wirtschaftlicher Realitäten bedingen, ebenso wie für politisch-ökonomisch-theoretische Grundlagenreflexionen, die diese thematisieren. Anstatt, wie in der zeithistorischen Diskussion lange üblich, auf Expertendiskurse und die damit verbundenen Hoffnungen und Enttäuschungen zu fokussieren, wollen wir uns mit konkreten Verfahren und ökonomisch-politischen Konzeptualisierungen beschäftigen. Diese skalierten den Wohlfahrtsstaat und seine Grenzen, konstituierten den Bereich des Ökonomischen und brachten dabei heterogene Gemengelagen von „Markt“ und „Staat“ hervor.

Im Lektüreseminar geht es – nicht zuletzt vor dem Hintergrund einer aktuellen „post-neoliberalen“ Stimmung – darum, die jeweils historisch spezifischen Verflechtungen von wohlfahrtsstaatlichen Projekten und Aushandlungen des Verhältnisses von Markt und Staat zu reflektieren. In drei Sitzungen wollen wir einzelne Beiträge der neueren Forschung zu wohlfahrtsstaatlichen Wissenspolitiken, -praktiken und -infrastrukturen mit Primärquellen (theoretische Grundlagenschriften, Pamphlete und Plädoyers wohlfahrtsstaatlicher Organisation) in einen Zusammenhang stellen. Ziel ist das Schaffen eines Gesprächs- zusammenhangs, der sich an der Schnittstelle der Geschichte der Sozial-wissenschaften, der Geschichte von Staatlichkeit, Sozialgeschichte und einer neueren history of capitalism bewegt.

Termine: 

Donnerstag, 16.9., 10–11.30 Uhr

Donnerstag, 16.9., 12.30–14 Uhr

Samstag, 18.9., 10–11.30 Uhr

Ein Reader wird vorab verschickt. Interessierte Teilnehmer:innen bitten wir um Anmeldung unter epistem.welfare@posteo.net

Eine Fortsetzung des thematischen Schwerpunkts in Form eines Lektürekreises oder einer Arbeitsgruppe ist angedacht – auch für Interessierte, die nicht an diesem Lektürekreis teilnehmen und sich ebenso unter der genannten Mailadresse melden können.

Die ökologische Krise als Herausforderung für die Wirtschaftswissenschaften im Allgemeinen und für die Arbeitswerttheorie im Besonderen


Workshop mit Thomas Kuczynski (Berlin)
3. Oktober 2019, 10-12 Uhr

Vernutzung von Naturressourcen und Abfallproduktion haben heute ein Ausmass erreicht, dass eine ökologische Katastrophe droht, die ohne ein radikales Umsteuern auf ökonomischem Gebiet unabwendbar ist. Die von der Wirtschaftspolitik bislang angewandten Instrumentarien, insbesondere die der Steuerpolitik, haben sich als weitgehend wirklungslos erwiesen, ebenso die sogenannte marktwirtschaftliche Selbstregulation, nicht zu reden von moralischen Appellen an die (angeblich) allmächtigen Konsumenten.
Wer sich nicht allein auf den (ausserökonomischen) Zwang eines Gesetzgebers verlassen will, muss daher eine ökonomische Bewertung von Ressourcen und Abfallprodukten vornehmen. Flyer

Organisiert vom Zentrum Geschichte des Wissens an der ETH Zürich.
Ort: Universität Zürich, Forschungsstelle für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Rämistrasse 64, 8001 Zürich, Seminarraum im Erdgeschoss

Workshop: Kapitalismuskonzepte auf dem Prüfstand

29. November 2018

Workshop mit Ève Chiapello (Paris), Rüdiger Graf (Potsdam) und Gisela Hürlimann (KIT).

Postfordismus, Finanzmarktkapitalismus, Wissensökonomie und nicht zuletzt Neoliberalismus: An sozial- und kulturwissenschaftlichen Selbstbeschreibungen mittel- und nordeuropäischer Gesellschaften seit den 1970er Jahren mangelt es wahrlich nicht. Mit dem Workshop möchte die AG Wissen und Wirtschaft zu einer überfälligen kritischen Reflexion zeitgeschichtlicher Kapitalismuskonzepte einladen.

Das ganze Programm finden Sie hier. Der erste Teil des Workshops wird auf Englisch gehalten, der zweite und dritte Teil auf Deutsch.

Zeit: 10:00 - 17:00 Uhr

Ort: ETH Zürich, HG E 23, Rämistrasse 101, 8092 Zürich

ZGW Kolloquium

28. November 2018

Vortrag: Prof. Dr. Eve Chiapello (EHESS Paris)

Understanding the History of Public Policies – Management Tools & Governmental Knowledge

Ort & Zeit: ETH Zürich, RZ building, Clausiusstrasse 59, 8092 Zurich, Raum F 21, 18:15 - 20:00 Uhr

The Chain of Security - Producing Security Knowledge across Private and Public Spheres

ZGW Kolloquium am 7. März 2018
Vortrag mit Prof. Dr. Marieke de Goede (University of Amsterdam)

The Chain of Security - Producing Security Knowledge across Private and Public Spheres

Increasingly, private companies – including Twitter, airlines and banks – find themselves in the frontline of fighting terrorism and other security threats, because they are obliged to mine and expel suspicious transactions. This lecture analyses how private companies produce knowledge concerning the normal, abnormal and suspicious. The lecture develops the notion of the Chain of Security in order to conceptualise the ways in which security knowledge is formed across public/private domains and on the basis of commercial transactions. Drawing on the work of Bruno Latour, I understand the security chain as the set of practices whereby commercial transactions are collected, stored, transferred and analysed, in order to arrive at security facts. Understanding the path of the suspicious transaction as a series of translations across professional domains draws attention to the processes of sequencing, movement and referral in the production of security judgements. In this lecture, I use the chain of financial suspicious transactions reporting as example to show how this research ‘thinking tool’ can work. The lecture also discusses the challenges and methods of doing qualitative fieldwork in secretive settings: how can we negotiate secrecy in the study of knowledge practices?

Ort & Zeit: ETH Zürich, RZ Gebäude, Clausiusstrasse 59, 8092 Zürich, Raum F 21, 18.15-20Uhr

Knappheit und Austerität - Über die Geschichte ökonomischer Objektivität

ZGW Kolloquium am 4. Oktober 2017
Vortrag: Prof. Dr. Ute Tellmann (Universität Erfurt)

Knappheit und Austerität - Über die Geschichte ökonomischer Objektivität

Die Debatte um Austeritätspolitik, die im Zuge der Schuldenkrise entstanden ist, ist durch eine Gleichzeitigkeit von moralischen und wirtschaftswissenschaftlichen Argumenten geprägt. Austerität und Knappheit werden gleichzeitig als Form von ökonomischem Realismus verstanden sowie als moralisierender Diskurs kritisiert. Ute Tellmann schlüsselt diese diskursive-politische Gemengelage durch eine wissenshistorische Einbettung der Argumente auf: In der Folge zeigen sich Knappheit und Austerität als politisch-kulturelle Regulation von der Haltung zu den Dingen, der Zukunft und der Produktion von Gemeinschaft.

Ort & Zeit: ETH Zürich, RZ Gebäude, Clausiusstrasse 59, 8092 Zürich, Raum F 21, 18.15-20 Uhr

Perspektiven und Meilensteine der wissensbasierten Wirtschaft

TU Chemnitz, 14.-15.9.2017

Organisiert vom Fraunhofer-Institut für internationales Management und Wissensökonomie sowie von den Professuren für Personalwesen und Führungslehre (Prof. Peter Pawlowsky), für Soziologie mit Schwerpunkt Arbeit und Organisation (Prof. Markus Hertwig) sowie für Wirtschafts- und Sozialgeschichte  (Dr. Yaman Kouli) der Technischen Universität Chemnitz.

HISRECO 2017 - 11th History of Recent Economics Conference

21./22. April 2017

Universität Luzern

Organisiert von Verena Halsmayer (Universität Luzern), Pedro Duarte (University of São Paulo), Yann Giraud (University of Cergy-Pontoise), und Joel Isaac (University of Cambridge)

Historiographie und Historisierung der Ökonomie

29. November 2016

Doktorierendenworkshop des Doktoratsprogramms Geschichte, des Zentrums Geschichte des Wissens sowie der Forschungsstelle für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte

Mit Prof. Roger Backhouse (University of Birmingham), organisiert von Marion Ronca, Florian Müller und Andrej Markovic

Wirtschaftswachstum und Hegemonie

ZGW Kolloquium am 2. November 2016. Vortrag: Dr. des Matthias Schmelzer (Leipzig).

Eine (wissens-)historische Untersuchung des Wachstumsparadigmas seit den 1950er Jahren

Im modernen Gesellschaften gilt Wirtschaftswachstum als das vorherrschende Politikziel. Aber wie, wann, und warum ist das Wachstumsparadigma historisch entstanden, wie ist es gesellschaftlich hegemonial geworden, und welche Akteure spielten dabei eine Rolle? Basierend auf einer wissenshistorischen Analyse der Produktion ökonomischer Expertise zu Wirtschaftswachstum innerhalb der OECD wird diesen Fragen nachgegangen. Diese transnationale Analyse der Wachstumsdiskurse untersucht, wie die Methoden, die angewendet wurden um BIP-Wachstum zu messen, zu modellieren, und politisch zu steuern sich entwickelten, und bettet dies in den Kontext kapitalistischer Entwicklung, der Dekolonialisierung, und der vielfachen Krisen ein, und liefert so einen historischen Beitrag zu aktuellen Diskussionen zu Klimawandel, Ungleichheit und den Grenzen des Wachstums.

Ort & Zeit: ETH Zürich, Clausiusstrasse 59, 8092 Zürich, RZ Gebäude, Raum F 21, 18.15-20 Uhr.

Potlatch & Pharmakon" – Buchvernissage und Party

17. September 2016

Buchvernissage zu den Neuveröffentlichungen von Magaly Tornay (Zugriffe auf das Ich: Psychoaktive Stoffe und Personenkonzepte in der Schweiz 1945–1980) und Mischa Suter (Rechtstrieb: Schulden und Vollstreckung im liberalen Kapitalismus 1800–1900).

Podiumsdiskussion mit Laura Rischbieter (Konstanz), Jakob Tanner (Zürich), Raul Zelik (Berlin). Moderation: Anna Joss

Schmutzige Ökonomien

8./9. Juli 2016

Interdisziplinäre Tagung des Graduiertenkollegs Automatismen

Universität Paderborn, Warburger Straße 100, 33098 Paderborn, Raum E5.333

Organisation: Laura Moisi, Anne Schreiber

Was ist und wozu schreibt man eine Wissensgeschichte der Wirtschaft?

Workshop: 18.-19. Mai 2016 (Programm)

Am 18./19. Mai 2016 findet an der Universität Zürich der Kick-off-Workshop »Was ist und wozu schreibt man eine Wissensgeschichte der Wirtschaft?« statt. Er versucht, erste theoretische und methodische Annäherungen an das Thema zu finden.

Mit Roman Rossfeld (Bern), Monika Wulz (Zürich), Verena Halsmayer (Luzern), Hanno Pahl (Bonn), Brigitta Bernet (Zürich), Jakob Vogel (Centre Marc Bloch, Berlin), Eva Brugger (Zürich), Stefan Leins (Zürich), Oliver Kühschelm (Wien) und Paul-Peter Bänziger (Basel)

Organisiert von dem Netzwerk Wissen und Wirtschaft. Mit finanzieller Unterstützung des Graduate Campus (UZH)

Ort & Zeit: Universität Zürich, Rämistrasse 71, 8006 Zürich, 18.05.: KOL-G-212, 19.05.: KOL-G-217, Uhrzeiten siehe Programm.