Institut für gesellschaftlichen Zusammenhalt

Konstanzer Forschungsstandort: Kulturelle Dynamiken der Gegenwartsgesellschaft

Seit mehreren Jahren sind in Deutschland Phänomene gesellschaftlichen Auseinanderdriftens zu beobachten. In Teilen der Bevölkerung äußert sich Unzufriedenheit, dass ihre Interessen nicht mehr adäquat repräsentiert seien, oder die Angst, in einer sei es globalisierten oder digitalisierten Gesellschaft abgehängt zu werden. Zentrifugale Kräfte zeigen sich gerade auch im Zuspruch, den populistische Politiker und Parteien erfahren, oder in öffentlichen demokratiekritischen Aktionen und Kundgebungen aus extremen politischen Lagern, denen sich immer öfter auch Bürger/innen anschließen.

Diese aktuellen Debatten sind ein Grund dafür, dass das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ein dezentral organisiertes Institut für gesellschaftlichen Zusammenhalt (IfGZ) gründet, das eine grundlagenorientierte Forschungsagenda mit anwendungsorientierten Ansätzen verbindet. Zusammen mit zehn weiteren Einrichtungen bekam die Konstanzer ForschungsinitiativeKulturelle Dynamiken der Gegenwartsgesellschaft. Konnektivität, Polarisierung und soziale Schließung“ im September 2018 den Zuschlag für die zunächst einjährige Gründungsphase. Bei erfolgreicher Begutachtung des gemeinsam zu erarbeitenden Gesamtkonzepts wird voraussichtlich Anfang 2020 die Hauptforschungsphase beginnen, die das BMBF vorerst über vier Jahre trägt. Für mehr Informationen siehe LINK "https://www.uni-konstanz.de/forschen/forschungseinrichtungen/zentrum-fuer-kulturwissenschaftliche-forschung/einrichtungen/institut-fuer-gesellschaftlichen-zusammenhalt/