Dr. Henning Börm
Universität Konstanz
Fachbereich Geschichte und Soziologie
78457 Konstanz
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henning.boerm(at)uni-konstanz.de
Raum E 303
Ausbildung
1995 - 2002 Studium der Fächer Geschichte und Deutsch (Lehramt Gymnasium) an der Universität Kiel
1998 - 2002 Studentische Hilfskraft am Institut für Klassische Altertumskunde der Universität Kiel
2003 - 2004 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Alte Geschichte der Universität Münster (Lehrstuhl Prof. Dr. Johannes Hahn)
2004 - 2008 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Klassische Altertumskunde der Universität Kiel (Lehrstuhl Prof. Dr. Peter Weiß)
2006 Promotion im Fach Alte Geschichte
Seit 2008 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Alte Geschichte der Universität Konstanz
Arbeitsschwerpunkte
Das Römische Reich in der Spätantike (4. bis 7. Jahrhundert)
Kontakte und Konflikte zwischen Rom und dem sasanidischen Iran
Antike Historiographie
Das Imperium Romanum im 3. Jahrhundert
Antimonarchische Diskurse im Altertum
Staseis in Hellenismus und römischer Republik
Aktuelle Forschung
Meine Dissertation hatte zum einen Prokop von Caesarea, den letzten großen antiken Geschichtsschreiber, zum Gegenstand, zum anderen die Kontakte zwischen dem spätantiken Imperium Romanum und seinem größten Rivalen, dem sasanidischen Perserreich. Sowohl die Historiographie als auch die spätantike Geschichte bilden weiterhin einen meiner Interessensschwerpunkte, wobei mittlerweile die vergleichende Monarchie-forschung in den Mittelpunkt gerückt ist. In diesen Zusammenhang gehört auch die anstehende Edition eines Sammelbandes zu antimonarchischen Diskursen im Altertum.
Die Habilitationsschrift wird hingegen ein ganz anderes Phänomen untersuchen: Staseis in griechischen Poleis der nachklassischen Zeit. Auch nachdem die Makedonen den Handlungsspielraum der Städte eingeschränkt hatten, die sich nun zunächst im Spannungsfeld der hellenistischen Monarchien, später unter der zunehmenden Dominanz Roms wiederfanden, kam es immer wieder zu Spaltungen innerhalb der Poleis, die oft in blutigen Auseinandersetzungen eskalierten. Ziel der Untersuchung wird es sein, diese Konflikte in Hinblick auf die Bedeutung interner und externer Faktoren zu analysieren: Welche Konstellationen lagen den Staseis strukturell zugrunde, wann und unter welchen Bedingungen kam es zu einer Eskalation, welche Formen konnten die Konflikte annehmen?


